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Montag, 06. September 2010
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Werkstadt wird 30

"Kultur für alle" schrieb sich die Wittener WERK°STADT im Jahre 1977 auf die Fahnen. Der Grundgedanke hat nichts an seiner Aktualität verloren und prägt heute das Profil des Hauses: Programmvielfalt.

Vor 30 Jahren sah die Welt noch anders aus, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt. Der Strukturwandel steckte in den Kinderschuhen. Ein Jugendzentrum in freier Trägerschaft, untergebracht in einer alten Verladehalle der Firma Mannesmann - das suchte bundesweit seines gleichen. Dort, wo ehemals die Stahlindustrie zu Hause war, entstand nun auf über 2.400 Quadratmetern ein Ort mit einem vielfältigen kulturpädagogischen Angebot für Kinder und Jugendliche - also Strukturwandel par excellence.

Die Stadt Witten hat das Engagement der WERK°STADT-Macher von Beginn an unterstützt. So war und ist das Gebäude in städtischem Besitz. Die notwendigen Umbauarbeiten in der Startphase wurden von der Stadt mit erheblicher Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Und auch heute noch erhält die WERK°STADT trotz knapper öffentlicher Kassen einen jährlichen Zuschuss von derzeit über 100.000 Euro.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Programm - angetrieben von einem ehrenamtlichen Trägerverein und engagierten Mitarbeitern entstanden völlig neue Projekte, die heute längst bundesweit etabliert sind. Die WERK°STADT Witten hat sich zu einem modernen Veranstaltungs-, Kultur- und Kommunikationszentrum für die unterschiedlichsten Alters- und Zielgruppen entwickelt. Gesellschaftlichen Wandel und veränderte Rahmenbedingungen hat die WERK°STADT nie ignoriert - und das ist ihr "Erfolgsrezept".

Neben den Angeboten für Kinder und Jugendliche entwickelte die WERK°STADT auch ein kulturelles Profil. Künstler wie Volker Pispers, Herbert Knebel oder Frank Goosen traten schon vor Jahrzehnten auf den Bühnen der WERK°STADT auf und bereichern bis heute das kulturelle Angebot in Witten und der Region. Aber nicht nur Kabarett und Comedy hat sich im positiven Sinne in der WERK°STADT "etabliert".

So kann sich die WERK°STADT damit rühmen, die oft kopierte Ü30-Party erfunden zu haben. Zunächst fand diese Party nur einmal im Monat unter dem Titel "Hard Days Night" statt. Heute wird aufgrund der großen Nachfrage regelmäßig jeden Mittwoch gefeiert. Egal welche Entwicklung das kulturelle Leben im Laufe der letzten 30 Jahre prägte: Die WERK°STADT entwickelte sich weiter und blieb am Puls der Zeit. Und so bietet das Haus heute ein breit gefächertes Veranstaltungsspektrum.
Jubiläumsprogramm

Einen bunten Querschnitt der erfolgreichsten Konzepte bietet das WERK°STADT-Team nun für das Jubiläumswochenende zum 30sten Geburtstag vom 6. bis 9. September 2007. Alte Bekannte wie Ingo Appelt (6.9.) oder die 6-Zylinder (8.9.) treten im Saal auf. Die Ü30-Party wird als Special mit Live-Konzert am Freitagabend steigen (7.9.). Es gibt es eine Vernissage zur Ausstellung der Künstlerin Ania Hardukiewicz, in der Reihe "Jazz im Studio" spielt die Band Futur (7.9.). Am Samstag geht es weiter mit Jugendkulturangeboten wie Gedankenflieger - der jungen Philosophiereihe (8.9.) und dem Poetry Slam (8.9.) mit angesagten Wortakrobaten moderiert von Pamela Granderath und Markim Pause. Der Samstagabend klingt aus mit der Witten rockt-Party mit Live-Musik von Sacramoro. Der Familiensonntag beginnt mit Brunch, Kinderkino und vielen kreativen Workshops für die Kids sowie der Kabarettmatinée "Das Wort zum Sonntag" mit Dieter Hildebrandt, Horst Schroth, Fritz Eckenga und Frank Goosen als Highlight des Kulturprogramms und endet mit der Kleinkunst-Mixed-Show "ArtOrt". Kurz und gut gilt auch für das Geburtstagsprogramm: Kultur für alle.
09. Aug. 2007 (chl)